2. März 2016

Unterwegs in Spanien

Auf den Hauptstrecken in Spanien gibt es eine Vielzahl von preiswerten und guten Herbergen für Pilger.  Für eine Übernachtung sollte der Pilger seinen Schlafsack, einen Pilgerausweis sowie seinen Ausweis/Pass dabeihaben.

Telefon

Die Vorwahl von Spanien ist: 0034.

Herbergsregeln

In der öffentlichen Herbergen in Spanien erfolgt die Zuteilung der Schlafplätze in den Herbergen nach dem „Windhund-Prinzip“ d.h. in der Reihenfolge der Ankunft. Reservierungen sind ausgeschlossen, Manche privaten Herbergen nehmen Reservierungen an. Das bedeutet, dass die jungen und kräftigen Pilger (und die Radfahrer, die eigentlich erst im Laufe des Nachmittags eingelassen werden dürfen)  die Betten oft schon belegt haben, wenn die älteren und nicht so schnellen Fußpilger eintreffen. Das sind aber leider die Regeln.

Es ist nicht erlaubt, mehrere Schlafplätze für nachkommende Mitpilger zu belegen. Um den eigenen Schlafplatz als „belegt“ zu kennzeichnen, legt man seinen Schlafsack auf seinen Schlafplatz (Jeder Pilger hat nur einen einzigen Schlafsack dabei). Weitere Schlafplätze für später kommende Mitpilger als „belegt“ mit Kleidungsstücken und sonstigen Utensilien zu kennzeichnen, zählt nicht.  Die Unterkunft in den Pilgerherbergen ist immer nur für eine Nacht. In Fällen von Krankheit oder höherer Gewalt kann auf maximal 3 Nächte verlängert werden
Pilger, die ein Begleitfahrzeug zum Transport ihres Gepäcks benutzen, verstoßen gegen die Regeln und sind nicht berechtigt, in den Refugios zu übernachten. Untersagt, dass die Fahrer von Begleitfahrzeugen in den Refugien die Betten reservieren und evtl. sogar selbst dort übernachten.

Zelten

Das „wilde“ Zelten ist in Spanien grundsätzlich verboten. Wir weisen zu diesem Thema auf die Seite von Christoph Erkens hin.

Hunde in Spanien

Ihnen werden die (herrenlosen?) Dorfhunde auffallen, die Sie kläffend durch das Dorf begleiten. Gehen Sie stur weiter und kümmern Sie sich nicht um sie. Schauen Sie ihnen nicht in die Augen und fuchteln Sie nicht mit ihrem Stock herum. Die Hunde werden dadurch nur  aggressiver. Wenn sie sich Ihnen  bedrohlich nähern, tun Sie so, als ob Sie einen Stein aufheben und nach ihnen werfen. Die Tiere wissen, dass ein Steinwurf weh tut und werden respektvoll Abstand halten. Keinesfalls sollten Sie einen Bauernhof betreten, bevor Sie sicher sind, dass jemand den Hofhund in Schach hält. Der Hof ist sein Revier den er verteidigen wird.

Die Mitnahme Ihres Hundes ist unter den Pilgern – selbst bei Hundefreunden – sehr umstritten. Viele meinen, das  Sie sich und dem Hund dies nicht antun sollten. Hunde werden in den meisten Herbergen nicht eingelassen! Jedoch gibt es hin und wieder (meist private) Herbergen, die Unterbringungsmöglichkeiten für Tiere anbieten. Aber der Hund darf natürlich nicht im Haus oder gar im Schlafsaal übernachten. Oft muss er die Nacht meist einsam in einem Kellerraum, einem Verschlag im Hof oder gar ganz im Freien verbringen!

Unterwegs in den Dörfern dringt Ihr Hund in das Revier der einheimischen Hunde ein. Die werden ihn mit entsprechend aggressivem Gebell durch das Dorf begleiten. Welch ein Stress für Ihren Hund! Wo lassen Sie Ihren Hund, wenn Sie mal eine Kirche oder ein Museum besuchen wollen? Auch in Restaurants oder Bars müssen Sie zumeist Ihren Hund draußen lassen (wie häufig auch bei uns in Deutschland). In fast allen öffentlichen Verkehrsmitteln darf Ihr Hund nur in einem speziellen Transportbehälter im laut dröhnenden, dunklen und kalten Gepäckraum mitfahren.

Rucksacktransport

Entlang des gesamten Camino Francés gibt es einen Rucksacktransport, z.B. von der Firma „Jacotrans“.  Die Rucksäcke werden in der Startherberge abgeholt und in der Zielherberge abgegeben. Auch Hotels werden angefahren.  Die Deponierung des Gepäcks in der Unterkunft ist keine Reservierung eines Schlafplatzes!

Gepäck nach Santiago vorausschicken

Man kann Pakete postlagernd Santiago senden, bis zu 15 Kilo kosten (2018) ca. 18 €, bis 25 Kilo ca. 27 €. Das Paket wird dort bis zu 6 Wochen gelagert, ab dem16ten Tag wird in Santiago täglich eine Aufbewahrungsgebühr von 1 € berechnet. Man kann auch bestimmte Fristen um voraus buchen (30/45/75 Tage)

Die Mitarbeiter der Postflilialen kennen den Santiago-Versand:

I.d.R. Reicht der Satz:

  • Quisiera enviar un paquete a Santiago por correos!

und das Bereithalten des Passes/Ausweis.

Man bekommt eine Quittung mit der Adresse, an der man das Paket in Santiago abholt.