2. März 2016

In Spanien

Telefon

Spanische Vorwahl: 0034

Wenn sie nicht in den Wintermonaten pilgern, lassen Sie Ihr Mobil-Telefon besser zuhause. In den Unterkünften gibt es kaum Steckdosen und die wenigen sind zumeist schon mit Ladegeräten anderer Pilger belegt. Es schleichen sich auch manchmal Diebe in die Unterkünfte und diese wissen , wo die Steckdosen und Mobil-Telefone, einschließlich Ladegerät, zu stehlen sind. Außerdem müssen Sie weitere 300 Gramm mit sich schleppen!

Kaufen Sie sich  in Spanien eine internationale Telefonkarte (in Tabak- und Zeitschriftengeschäfte). Damit können Sie von jedem öffentlichen Telefon preiswert mit der Heimat telefonieren. Wenn Sie allerdings in den Wintermonaten oder auf den anderen nicht so stark begangenen Caminos pilgern, könnte ein Handy nützlich sein. Oft sind die diensttuenden Hospitaleros der Herbergen abwesend und müssen erst herbeitelefoniert werden.
Inzwischen gibt es genügend Internet Cafés (CyberCafés) auf dem Camino. Manchmal stehen sogar Internet-Automaten in den Herbergen und Bars. Die sind aber leider oft defekt
. Auch von hier können Sie preiswert Kontakt mit der Heimat pflegen.

Zelten

Eine Liste mit Zeltplätzen auf dem Camino können Sie herunterladen. Gewarnt werden muss vor „wildem“ Zelten! Besonders in der Abend- und Morgendämmerung sind mehr oder weniger zielsichere Hobbyjäger oder gar Wilddiebe in Feld und Flur unterwegs. Wenn diese nicht wissen, dass Sie dort zelten, kann es für Sie übel ausgehen.

Rudolf Fischers Bericht zum Zelten auf dem Camino

Hunde in Spanien

Ihnen werden die (herrenlosen?) Dorfhunde auffallen, die Sie kläffend durch das Dorf begleiten. Gehen Sie stur weiter und kümmern Sie sich nicht um sie. Schauen Sie ihnen nicht in die Augen und fuchteln Sie nicht mit ihrem Stock herum. Die Hunde werden dadurch nur  aggressiver. Wenn sie sich Ihnen  bedrohlich nähern, tun Sie so, als ob Sie einen Stein aufheben und nach ihnen werfen. Die Tiere wissen, dass ein Steinwurf weh tut und werden respektvoll Abstand halten. Keinesfalls sollten Sie einen Bauernhof betreten, bevor Sie sicher sind, dass jemand den Hofhund in Schach hält. Der Hof ist sein Revier den er verteidigen wird.

Die Mitnahme Ihres Hundes ist unter den Pilgern – selbst bei Hundefreunden – sehr umstritten. Viele meinen, das  Sie sich und dem Hund dies nicht antun sollten. Hunde werden in den meisten Herbergen nicht eingelassen! Jedoch gibt es hin und wieder (meist private) Herbergen, die Unterbringungsmöglichkeiten für Tiere anbieten. Aber der Hund darf natürlich nicht im Haus oder gar im Schlafsaal übernachten. Er muss die Nacht meist einsam in einem Kellerraum, einem Verschlag im Hof oder gar ganz im Freien verbringen!

Unterwegs in den Dörfern dringt Ihr Hund in das Revier der einheimischen Hunde ein. Die werden ihn mit entsprechend aggressivem Gebell durch das Dorf begleiten. Welch ein Stress für Ihren Hund! Wo lassen Sie Ihren Hund, wenn Sie mal eine Kirche oder ein Museum besuchen wollen? Auch in Restaurants oder Bars müssen Sie zumeist Ihren Hund draußen lassen (wie häufig auch bei uns in Deutschland). In fast allen öffentlichen Verkehrsmitteln darf Ihr Hund nur in einem speziellen Transportbehälter im laut dröhnenden, dunklen und kalten Gepäckraum mitfahren.

Gepäck nach Santiago vorrausschicken

Die spanische Post befördert Pakete ausschließlich in ihren eigenen in allen Postämtern erhältlichen Faltkartons und bewahrt sie am Zielpostamt nur 15 Tage auf.

Es gibt allerdings in Santiago einen privaten Gepäck-Aufbewahrungs-Service, der Ihr Paket für mehrere Wochen aufbewahrt.

Anschrift dieses Services:
Ivar Rekve
Peregrino/a [Ihr Name]
Travesía da Universidade 1
15704 Santiago de Compostela
Wenn Sie Ihre E-Mail-Anschrift auf das Paket schreiben, erhalten Sie eine Eingangsbestätigung.
Abholzeiten: Montag-Freitag 10.00-14.00, Samstag/Sonntag geschlossen.