2. März 2016

Tipps und Links

Fahrradpilger

Weite Strecken des Camino sind mit dem Fahrrad nicht passierbar. Sie müssen teilweise Strecken auf Landstraßen oder gar auf der stark befahrenen Staatsstraße zurücklegen. Uns sind keine aktuellen und zuverlässigen deutschsprachigen Radpilgerführer bekannt. In den beiden oben genannten Pilgerführer sind genügend Hinweise auch für Fahrradpilger enthalten. Wenn Sie Ihr Fahrrad eine Strecke mit dem Bus transportieren wollen, müssen Sie die Kette mit einem kräftigen Stück Plastik-Sack so abdecken, dass das Gepäck der anderen Passagiere nicht verschmutzt wird.

Radfahrer sollen in den Herbergen erst nach 16:00 h eingelassen werden. Häufig werden sie auch erst später eingelassen. Sie müssen daher fast immer mit Fußbodenplätzen vorlieb nehmen. Es wird für Pilger die mit dem Fahrrad unterwegs sind, wegen des Andranges immer schwieriger, überhaupt in den Herbergen unterzukommen. Manche private Herbergen halten sich aber nicht an diese Regeln und lassen Fahrradpilger schon früher ein.

Es gibt in Spanien Unternehmen, die Dienstleistungen bis hin zu Verleih und Wartung eines Fahrrades für die komplette Strecke bis Santiago de Compostela anbieten.

Umgang mit Wertsachen

So traurig es ist: Es kommt unterwegs gelegentlich zu Diebstählen und Betrügereien.  PilgerInnen sind für Kleinkriminelle  ideale Opfer.  Viele sind in ihrer Euphorie allzu vertrauensselig oder leichtsinnig gegen Jedermann und vergessen oder verdrängen das gesunde Misstrauen. Ganoven mischen sich unterwegs und in den Herbergen unter die Pilger, um sie zu bestehlen oder sie zu betrügen. Hin und wieder sieht man unterwegs Steckbriefe von solchen Ganoven.
Tragen Sie Ihre wichtigen Dokumente: Ausweispapiere, Flugkarten, Bargeld und besonders die Sparkassen- und Kreditkarten in einer Bauchtasche unter Ihrer Kleidung. Nie in einer Gürtel- bzw. „Känguruhtasche“ vor dem Bauch. Die Diebe vermuten als erstes, dass
Sie Ihre Wertsachen hier aufbewahren. Die offen getragene „Känguruhtasche“ vor dem Bauch ist schnell abgeschnitten.

Selbst in den Herbergen wird durchaus gestohlen. Tragen Sie daher Ihre Bauchtasche auch in der Nacht im Schlafsack an Ihrem Leib. Lassen Sie Ihre Bauchtasche und Ihre Wertsachen (Fotoapparat usw.) NIE im Schlafsack, selbst wenn Sie nur mal eben auf die Toilette oder zum Duschen gehen, dort suchen Diebe zuerst. Nehmen Sie also Ihre Bauchtasche und Ihre Wertsachen in einer Plastiktüte auch auf die Toilette und in die Duschkabine mit! In der Duschkabine hängen Sie die Plastiktüte an der Kabinentrennwand auf. Einen Haken dafür kann man sich auch aus Draht oder aus einem Kleiderbügel, wie man ihn von der Reinigung bekommt, herstellen.

Vorsicht beim Geldkartengebrauch (VISA, Master- und Eurocard) in ganz Spanien! Im Hotel- und Gaststättengewerbe ist eine Gruppe von Dieben  aktiv, die Daten von Geldkarten kopiert und umgehend neue Karten anfertigt, mit denen die Konten abgeräumt werden. Auch Falschgeld ist in Spanien und Portugal ein Problem. Die Fälschungen sind sehr gut gemacht und nur mit einem Prüfgerät zu erkennen.

Der Rucksack

Lassen Sie niemals ihren Rucksack unbewacht vor der Bar stehen, auch wenn Sie nur mal schnell auf die Toilette gehen! Wenn Sie zurückkommen, ist der Dieb mit Ihrem Rucksack meist schon über alle Berge. Man muss  feststellen, dass Pilger neben Bargeld, Schecks, Geldkarten, Kreditkarten und Mobil-Telefon viele für Diebe attraktive Dinge bei sich haben. Mobiltelefon samt Ladegerät, einen teuren Fotoapparat, einen meist recht teuren Rucksack, einen ebenso meist teuren Schlafsack, teure Funktionsbekleidung, hochwertige Schuhe usw. sind alles Dinge, die man gut verkaufen kann. In Outdoor-Läden und Schlüsseldiensten gibt es Zahlenschlösser in Kombination mit hochflexiblen Stahlseilen., bei denen man die Zahlenkombination  selbst einstellen kann, Damit kann man sein Gepäck bei einer Rast oder in der Herberge an einen festen Gegenstand anschließen und so gegen den  Diebstahl schützen.

Zuviel Vertrauen kann enttäuscht werden

Fast jeder wird auf Personen treffen, die über wenig Geld verfügen, und sich gerne „einladen“ lassen. Eine Grenze wird allerdings dort überschritten, wo man angesprochen wird, ob man sich nicht – aus welchen Gründen auch immer – einen Geldbetrag leihen könne. Es soll „Mitpilger“ geben, die dies systematisch betreiben.

Feuer

Große Teile Nordspaniens, Portugals und Frankreichs sind mit ausgedehnten Wäldern bedeckt, die in der Sommerzeit extrem trocken werden können. Jede Art von offenem Feuer – von der Zigarette bis zum Grillen – kann verheerende Folgen haben!

… und hier noch einige nützliche Links:

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Jakobus-Gesellschaften

Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V.

St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e.V.

Fränkische St. Jakobus-Gesellschaft Würzburg e.V.

Hessische St. Jakobusgesellschaft e.V.

St. Jakobus-Gesellschaft Berlin-Brandenburg e.V.

Weitere Informationen

Informationsseite von Thelka Schrange † & Aloys Schäfer

Gepäckversand und Rucksacktransport

Spanische Post

Jacotrans

Caminofácil