2. März 2016

Sonstiges

Fahrradpilger

Weite Strecken des Camino sind mit dem Fahrrad nicht passierbar. Sie müssen teilweise Strecken auf Landstraßen oder gar auf der stark befahrenen Staatsstraße zurücklegen. Uns sind keine aktuellen und zuverlässigen deutschsprachigen Radpilgerführer bekannt. In den beiden oben genannten Pilgerführer sind genügend Hinweise auch für Fahrradpilger enthalten. Wenn Sie Ihr Fahrrad eine Strecke mit dem Bus transportieren wollen, müssen Sie die Kette mit einem kräftigen Stück Plastik-Sack so abdecken, dass das Gepäck der anderen Passagiere nicht verschmutzt wird.

Radfahrer sollen in den Herbergen erst nach 18:00 h eingelassen werden. Häufig werden sie aber erst ab 19:00 h oder sogar erst ab 20:00 h eingelassen. Sie müssen daher fast immer mit Fußbodenplätzen vorlieb nehmen. Es wird für Pilger die mit dem Fahrrad unterwegs sind, wegen des Andranges  immer schwieriger, überhaupt in den Herbergen unterzukommen. Manche private Herbergen halten sich aber nicht an diese Regeln und lassen Fahrradpilger schon früher ein.

Die Fluggesellschaft IBERIA transportiert wegen gestiegener Sicherheitsbestimmungen Fahrräder nur noch zerlegt und in einem Karton verpackt. Den Karton erhält man am Schalter der IBERIA.
Planen Sie daher viel Zeit vor dem Abflug ein und halten Sie Ihr komplettes Werkzeug bereit.
Die Fahrrad-Firma: „Velocípedo”, Rua de San Pedro 23 in Santiago Tel/Fax: 981-580260,
Email: info@elvelocipedo.com verpackt Ihr Rad in einen stabilen Radkarton. Es wird auch englisch gesprochen. Es gibt  n Santiago gibt es noch einen weiteren Fahrradversand: „Oliveira” C/Sanchez Freire 83 Santiago Tel/Fax: 981-523306. Die Räder werden auch hier fachgerecht verpackt und zum Flughafen gebracht.

Umgang mit dem Geld

So traurig es ist: Es kommt unterwegs gelegentlich zu Diebstählen und Betrügereien  dieses leider in den Herbergen. Die PilgerInnen sind für Kleinkriminelle  ideale Opfer.  Viele sind in ihrer Euphorie allzu vertrauensselig oder leichtsinnig gegen Jedermann und vergessen oder verdrängen das gesunde Misstrauen. Ganoven verkleiden sich als PilgerInnen und mischen sich unterwegs und in den Herbergen unter die Pilger, um sie zu bestehlen oder sie zu betrügen. Wir haben auch gehört, dass die Guardia Civíl sich ebenfalls als Pilger verkleidet und unter die Pilger mischt, um die Ganoven zu fangen. Hin und wieder sieht man unterwegs Steckbriefe von solchen Ganoven.
Tragen Sie Ihre wichtigen Dokumente: Ausweispapiere, Flugkarten, Bargeld und besonders die Sparkassen- und Kreditkarten in einer Bauchtasche unter Ihrer Kleidung. Nie in einer Gürtel- bzw. „Känguruhtasche” vor dem Bauch. Die Diebe vermuten als erstes, dass Sie Ihre Wertsachen hier aufbewahren. Die offen getragene „Känguruhtasche” vor dem Bauch ist schnell abgeschnitten.

Selbst in den Herbergen wird viel gestohlen. Tragen Sie daher Ihre Bauchtasche auch in der Nacht im Schlafsack an Ihrem Leib. Lassen Sie Ihre Bauchtasche und Ihre Wertsachen (Fotoapparat usw.) NIE im Schlafsack, selbst wenn Sie nur mal eben auf die Toilette oder zum Duschen gehen, Das ist ein alter Trick  dort suchen die Diebe zuerst. Nehmen Sie also Ihre Bauchtasche und Ihre Wertsachen in einer Plastiktüte auch auf die Toilette und in die Duschkabine mit! In der Duschkabine hängen Sie die Plastiktüte mit Hilfe eines S-förmigen „Fleischerhakens” an der Kabinentrennwand auf. Solch einen Haken kann man sich auch aus Draht oder aus einem Kleiderbügel, wie man ihn von der Reinigung bekommt, herstellen
Lassen Sie niemals ihren Rucksack unbewacht vor der Bar stehen, auch wenn Sie nur mal schnell auf die Toilette gehen! Wenn Sie zurückkommen, ist der Dieb mit Ihrem Rucksack meist schon über alle Berge. Man muss 
feststellen, dass Pilger neben Bargeld, Schecks, Geldkarten, Kreditkarten und Mobil-Telefon viele für Diebe attraktive Dinge bei sich haben. Mobiltelefon samt Ladegerät, einen teuren Fotoapparat, einen meist recht teuren Rucksack, einen ebenso meist teuren Schlafsack, teure Funktionsbekleidung, hochwertige Schuhe usw. sind alles Dinge, die man gut verkaufen kann. In Outdoor-Läden und Schlüsseldiensten gibt es Zahlenschlösser in Kombination mit hochflexiblen Stahlseilen., bei denen man die Zahlenkombination  selbst einstellen kann, Damit kann man sein Gepäck bei einer Rast oder in der Herberge an einen festen Gegenstand anschließen und so gegen den  Diebstahl schützen.

Vorsicht beim Geldkartengebrauch (VISA, Master- und Eurocard) in ganz Spanien! Im Hotel- und Gaststättengewerbe ist eine Gruppe von Dieben  aktiv, die Daten von Geldkarten kopiert und umgehend neue Karten anfertigt, mit denen die Konten abgeräumt werden. Auch Falschgeld ist in Spanien und Portugal ein Problem. Die Fälschungen sind sehr gut gemacht und nur mit einem Prüfgerät zu erkennen.

Herbergsregeln

Die Zuteilung der Schlafplätze in den Herbergen erfolgt nach dem „Windhund-Prinzip” d.h. in der Reihenfolge der Ankunft. Reservierungen sind ausgeschlossen, Manche privaten Herbergen halten sich allerdings  nicht an diese Regeln  und nehmen Reservierungen an.  Das bedeutet, dass die jungen und kräftigen Pilger (und die Radfahrer, die eigentlich erst nach 18:00 h eingelassen werden dürfen  die Betten oft schon belegt haben, wenn die älteren und nicht so schnellen Fußpilger eintreffen. Das sind aber leider  die Regeln.

Es ist nicht erlaubt, mehrere Schlafplätze für nachkommende Mitpilger zu belegen. Um den eigenen Schlafplatz als „belegt” zu kennzeichnen, legt man seinen Schlafsack auf seinen Schlafplatz (Jeder Pilger hat nur einen einzigen Schlafsack dabei). Weitere Schlafplätze für später kommende Mitpilger als „belegt” mit Kleidungsstücken und sonstigen Utensilien zu kennzeichnen, zählt nicht.  Die Unterkunft in den Pilgerherbergen ist immer nur für eine Nacht. In Fällen von Krankheit oder höherer Gewalt kann auf maximal 3 Nächte verlängert werden
Pilger, die ein Begleitfahrzeug zum Transport ihres Gepäcks benutzen, verstoßen gegen die Regeln und sind nicht berechtigt, in den Refugios zu übernachten. U
ntersagt, dass die Fahrer von Begleitfahrzeugen in den Refugien die Betten reservieren und evtl. sogar selbst dort übernachten. Dagegen wird aber leider oft verstoßen. Es ist sogar zu beobachten, dass sog. ‚Autopilger’ sich ein Bett in den Pilgerherbergen erschleichen.”

Der Rucksack gehört nicht aufs Bett. Unterwegs bei einer Rast wird der Rucksack gelegentlich auf dem Erdboden abgelegt. Dann können Tierchen in den Rucksack kriechen. In der Herberge auf dem Bett kommen die Tierchen dann wieder heraus und in Ihr Bett. Falls Sie Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerk sind, nehmen Sie Ihren JH-Mitgliedsausweis mit. Was viele nicht wissen, auch als älterer Mensch darf man in Jugendherbergen übernachten sofern man einen Jugendherbergsausweis besitzt. Es gibt auf dem Camino einige Jugendherbergen des Internationalen Jugendherbergswerkes, in denen man nur mit Jugendherbergsausweis übernachten darf. Soweit wir wissen, akzeptieren  Jugendherbergen auf dem Camino auch das Credencial