Ernennung von Klaus Schmidt zum Ehrenpräsidenten

Laudatio zu Ernennung von Klaus Schmidt zum Ehrenpräsidenten

(13. November 2015)

Jesús Barrientos

 

Liebe Gäste, liebe Mitglieder unseres Freundeskreises,

als ich am Mittwochabend bei der Vorstandssitzung des Freundeskreises in unserem Pilgerbüro gebeten wurde, heute bei der Ernennung von Klaus Schmidt zum Ehrenpräsidenten eine Laudatio zu halten, war ich etwas überrascht und demzufolge sprachlos. Ich konnte wirklich weder Ja noch Nein sagen. Also, habe ich erst nichts gesagt.

Gestern Morgen aber, als ich langsam aufwachte und plötzlich eine ganze Menge Erinnerungen an die gemeinsamen Aktivitäten mit Klaus Schmidt innerhalb des Freundeskreises wach wurden, habe ich mich ernst gefragt: -Jesús, was hindert Dich daran die Laudatio für Klaus zu halten? Also, nach dem Frühstück habe ich versucht diese meine Erinnerungen nach und nach aufzuschreiben:

Zuallererst habe ich unseren Freundeskreis bildlich als einen menschlichen Körper betrachtet: Professor Theodor Herr war von Anfang an die SEELE der Hermandad Santiago. Gesine de Castro verkörpert seit der Gründung weiterhin diese SEELE des Freundeskreises. Klaus Schmidt war seit 2008 das HERZ dieses Vereins. Dieses Herz funktionierte hervorragend mit Hilfe der ARTERIEN, sprich Vorstand und erweiterter Vorstand, und nicht zuletzt mit der Unterstützung von 1.650 BEINEN, Pardon, Mitgliedern, die den Freundeskreis-Jakobusverein tragen.

HERZ sein bedeutet, dieses Organ als Funktion zu übernehmen und zu zeigen. In Pamplona hast Du, lieber Klaus, immer Herz gezeigt und gleichzeitig dieses Herz unermüdlich für unsere „Casa Paderborn“ eingesetzt. Du hast mehrere Jahre als Hospitalero zusammen mit Deiner lieben Frau Claudia in Casa Paderborn unzählige Pilger herzlich empfangen und betreut.

Aber nicht nur als Hospitalero war Klaus in der Casa Paderborn aktiv, sondern er hat jedes Jahr im Februar mit Rat, Tat und mit der großartigen Mitarbeit von mehreren Mitgliedern unserer Jakobusgesellschaft bei den jährlichen Umbauarbeiten in der Herberge geholfen. Dadurch konnte in all den Jahren Casa Paderborn rechtzeitig im März für die Pilgerbetreuung geöffnet werden. Bei den Hospitalero-Spanischkursen warst Du auch oft in der Pilgerherberge präsent, natürlich nicht um Dein „hervorragendes Spanisch“ zu perfektionieren, sondern um einige Vorbereitungen zu treffen, mit Handwerkern vor Ort zu sprechen und mit Vertretern der Stadtverwaltung von Pamplona Kontakte aufzubauen.

Wie wir alle bereits wissen, unsere Casa Paderborn in Pamplona besteht seit 10 Jahren, was aber sicherlich viele von uns noch nicht wussten, dank Klaus Schmidt und der ehrenamtlichen Tätigkeit unserer Hospitaleras und Hospitaleros wurden seit Eröffnung unserer Pilgerherberge im April 2006 circa 51.220 Pilgerinnen und Pilger aus aller Welt in „Casa Paderborn“ herzlichst aufgenommen. Alle Pilger haben die hervorragende Gastfreundschaft unserer Hospitaleras und Hospitaleros genutzt und sich dort überaus wohlgefühlt.

Unser Freundeskreis der Jakobuspilger – Hermandad Santiago Paderborn, der von Klaus mit großem Engagement in den letzten sieben Jahre geführt wurde, ist zwischenzeitlich zu einem anerkannten festen Bestandteil des Jakobsweges geworden. Auch die langjährige Städtepartnerschaft zwischen Paderborn und Pamplona wird durch unseren Jakobus-Verein stets mit Leben erfüllt.

Allmählich wuchs die Mitgliederzahl des Freundeskreises, und dadurch wurde unser Pilgerbüro Am Niesenteich, im Haus von Gesine, zu klein für uns. Deswegen, auch mit Klaus Hilfe, zogen wir Ende 2010 in das große Pilger-Haus An der Busdorfmauer, im Schatten des Paderborner Domes, um.

Der von Klaus Schmidt gegründete jährliche „Libori-Vortrag“ mit namhaften Referenten, die im Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn über das Pilgerwesen berichteten, hat sich mittlerweile zu einem Element des Liborifestes etabliert.

In Vertretung des Freundeskreises warst Du oft bei den Kirchentagen in Deutschland und dabei hast Du sehr gute Kontakte zu anderen Jakobus-Vereinen geknüpft.

Ebenso hast Du Annemarie und Herbert Schmoranzer beim Aufstellen und Einweihen von Pilger-Gedenksteinen mit einer Bronzetafel an der Heidenstraße, an der Strecke durch das Sauerland, unterstützt.

Ich durfte Dich und Familie Schmoranzer bei vielen Etappen des Jakobsweges, unter dem Motto „Pilgern im Zeichen der Muschel“ im wunderschönen Sauerland begleiten. Wir haben zuerst den Jakobsweg von Paderborn über Wewelsburg, Büren, Rüthen, Warstein, Meschede, Remblinghausen, Rimberg bis nach Schmallenberg an der Heidenstraße erkundet. Ein Jahr später, zusammen mit Annemarie und Herbert, haben wir uns wieder auf die Spurensuche des mittelalterlichen Jakobsweges gemacht. Dieses Mal von Paderborn aus, auf der Via Regia Paderbornensis, über Husen, Kloster Dalheim, Meerhof, Obermarsberg, Giershagen, Kloster Bredelar,  Rösenbeck, Olsberg, Brilon, Gevelinghausen bis nach Elspe. Dabei haben wir viele Hohlwege gesehen und durften die herrliche Landschaft bewundern.

Ich weiß Klaus, dass diese vielen Aufgaben für Dich stets mit viel Freude verbunden waren, weil viele Pilger und zugleich unser Freundeskreis davon profitiert haben.

Liebe Jakobusfreunde, lieber Klaus, bevor ich diese Laudatio beende und Du gleich zum Ehrenpräsident ernannt wirst, möchte ich mich im Namen aller Mitglieder bei Dir für Deine große Leistung und Unterstützung ganz herzlich bedanken. Ohne Dich und Claudias Hilfe wäre dies alles sicherlich nicht möglich gewesen.

 

¡Muchas gracias, Klaus!  Vielen Dank Claudia!  ¡Buen Camino!

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